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Seite 1 von 6 Rückblick auf die Vereinsgeschichte des FC 07 Furtwangen e.V. Zeitraum von 1907 bis 2007 „und da sich die neuen Tage aus dem Schutt der alten bauen, kann ein ungetrübtes Auge rückwärts blickend vorwärts schauen“ Es ist unmöglich rückwärts blickend alle Geschehnisse aufzuzählen, die der FC 07 Furtwangen auf dem langen Weg seines Wachsens bisher erlebte. Die folgende Darstellung enthält nur jene Ereignisse, die für diesen Weg einerseits die Richtung markieren und andererseits die Stufen der Entwicklung abzeichnen, sei es in Hauptabschnitten oder in Alltagskleinigkeiten der betreffenden Zeit. Allerdings sollte es ein Gesamtbild geben und bleiben, nicht nur eine Aufreihung zusammenhangloser Neuigkeiten aus alten Tagen.
Inmitten herrlicher Schwarzwaldlandschaften, umgeben von Tannen-wäldern liegt die schöne Schul- und Uhrenstadt Furtwangen, mit 850 bis 1150 m die höchstgelegene Stadt in Baden-Württemberg. Die Anfänge des Fußballsports reichen in Furtwangen schon in die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts zurück. In den Jahren 1897 und 1898 waren es die Uhrmacherschüler, die die Furtwanger mit dem neuen Sport bekannt machten. Der Club der Uhrmacherschüler wurde „Teutonia“ genannt und bestand von 1897 an nur wenige Jahre. Doch war der Anstoß zu neuen Vereinsgründungen gegeben. Sie spielten auf den freien Plätzen der Umgebung der Uhrmacherschule. So entstand wahrscheinlich im Jahre 1900 der erste heimische Verein „Stern“, der abgelöst wurde durch den Fußballclub „Germania“ um das Jahr 1903. Man spielte in Furtwangen auf allen nur möglichen Plätzen Fußball. So bei der evangelischen Kirche, auf der Hofhöhe, beim Cyprian, auf dem Raben und der Sonnenwiese. Im Jahre 1907, zu einer Zeit als der Fußballsport vom Staat ungern gesehen wurde und es ein großes Opfer bedeutete, Wegbereiter für diesen Sport zu sein, lag die Gründung des heutigen FC 07 Furtwangen. Interessant ist die Geschichte die zur Gründung führte. An einem Sonntag im Mai des Jahres 1907 machten sich Karl Hummel, Karl Hirt, August Kirner, Karl Heim und Josef Tomscha auf, um auf die Martinskapelle über die Katharinenhöhe zu wandern. Auf ihrem Weg kickten die Genannten mit den dort stehenden Pflanzen und liegenden Gegenständen. Dies machte so viel Spaß und sie kamen auf die Idee einen Fußballclub zu gründen. Auf dem Heimweg kehrten sie noch im „Furtwanger Hof“ an. Hier wurde beschlossen am 2. Juni 1907 im Gasthaus „Fortuna“ eine Gründungsversammlung ein zu be-rufen. So wurde auch verfahren und an diesem Tage der Fußballclub gegründet. Bei der Versammlung waren Karl Hummel, Karl Hirt, Josef Grieshaber, Karl Uttenweiler, Franz-Josef Hug, Albert Scherer, August Kirner, Karl Heim, Friederich Lüber und Adolf Thurner anwesend. Als 1. Vorsitzender wurde Karl Hummel und als 1. Spielführer Karl Hirt gewählt. Die Beschaffung von Geräten sowie Sportkleidung machte den jungen Leuten außerordentliche Schwierigkeiten. Die größten Schwierig-keiten hatte man bei der Anschaffung der Sportkleidung. Erst am 15. August 1907 kam das erste Wettspiel gegen den FC 04 Gütenbach zustande. Furtwangen gewann mit 8:0 Toren. Die Mannschaft entwickelte sich schnell zu einem beachtenswerten Gegner. Am 15. Dezember 1908 erfolgte die Vereinigung mit dem FC Germania. Der Verein erhielt dadurch einen Zuwachs von 7 Mitgliedern. Immer wieder stand der junge Verein vor großen Problemen. Die Hauptsorge war ein Gelände für einen Sportplatz. Im Jahre 1908 wurde vom „Leimgrubenbauer“ Dorer, auf der Rabenhöhe ein solcher angemietet. Wohl der höchstgelegene Sportplatz, zur damaligen Zeit in ganz Deutschland. Die heutigen Fußballspieler möchte ich daran erinnern, dass man zuerst einmal die Rabenhöhe zu Fuß erklimmen musste, bevor man trainieren oder spielen konnte. Im Dezember 1908 wurde der Lehrer Alfred Egetmeyer nach Furtwangen versetzt. Der Spieler des Karlsruher Fußballvereins brachte dem FC 07 einen starken spielerischen Aufschwung. Aber bereits nach einem Jahr wurde der verdienstvolle Förderer wieder versetzt. Er wurde damals zum ersten Ehrenmitglied des Vereines ernannt. Das innere Vereinsleben hatte viel Widerstände finanzieller, gesellschaftlicher und behördlicher Art zu überwinden. Im Frühjahr 1910 übernahm Karl Hirt das Amt des 1. Vorsitzenden. Im Sommer des Jahres 1911 wurde eine Leichtathletikabteilung einge-führt. Mit anderen Schwarzwälder Fußballvereinen vollzog auch der FC 07 am 6. Mai 1913 seinen offiziellen Beitritt zum Verband der süd-deutschen Fußballvereine. Während des 1. Weltkrieges ruhte der Fußballsport in Furtwangen fast vollständig. Erst im Frühjahr 1916 wurden wieder die ersten Anfänge zur Aufnahme des Spielbetriebes gemacht. Hierzu benötigte man eine Genehmigung des Bürgermeisters. Im Herbst 1916 wurde dann der Spielbetrieb abermals eingestellt, da sämtliche Spieler zum Wehrdienst eingezogen wurden. Am 26. Dezember 1918 trat der FC 07 mit einer Begrüßungsfeier für die heimgekehrten Krieger wieder an die Öffentlichkeit. Im April 1919 wurde dann der Wettspielbetrieb wieder aufgenommen. Auch auf kulturellem Gebiet war der Verein aktiv. So wurde im Jahre 1919 auch eine Laienspielgruppe ins Leben gerufen. In diese Zeit viel auch erstmals in der Vereinsgeschichte die Bildung einer Jugendmannschaft. Nicht unerwähnt soll sein, dass sich zu diesen Zeiten auch mache Begebenheiten, die zum Schmunzeln Anlass geben, ereignet haben. Zu den Spielen in St. Georgen und Waldkirch wurde mit dem Fuhrwerk des Kohlenhändlers Kieninger gefahren. Zu vielen Spielen mit dem Fahrrad oder auf Schusters Rappen. Einmal wurde in Neustadt gespielt. Nach dem Spiel entschlossen sich einige Spieler, wegen Geldmangel, den Heimweg zu Fuß anzutreten. Man kam in die Nacht hinein und verirrte sich prompt. Die Spieler kamen dadurch erst am Montagmorgen, um 5 Uhr, nach Furtwangen zurück. Der FC 07 verfügte bereits in den zwanziger Jahren über hervorragende Fußballspieler. So spielten in der Auswahlmannschaft Württembergischer Schwarzwald bereits vier Spieler aus Furtwangen. In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 12. März 1921 wurde die Genehmigung erteilt, dass der Verein in das Vereinsregister eingetragen werden soll. Schwierigkeiten ergaben sich auch bei der Pachterneuerung des Sportplatzes auf der Rabenhöhe. Ein Nachteil war auch die große Ent-fernung zur Stadt. Man bemühte sich um ein Gelände in der Stadt. Der Versuch war von Erfolg gekrönt. Durch das Entgegenkommen der Fabrikanten Oskar und Felix Ketterer konnte das Gelände an der Breg pachtweise erworben werden. Mit dem Bau des Sportplatzes wurde im April 1921 begonnen. Ende August 1922 wurde der neue Sportplatz eingewiehen. Hier darf mit ruhigem Gewissen gesagt werden, wenn die Sportplatzherstellung nicht in die Inflationszeit gefallen wäre, wäre der FC 07 dieser finanziellen Last wohl kaum Herr geworden. Im Verlauf der weiteren Jahre ging es in der Vereinsgeschichte Auf und Ab. Erster Ehrenvorsitzender, anlässlich seiner großen Verdienste um den Verein, wurde im Jahre 1925 Karl Hirt.
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